Wendepunkt
Institut für Energie
und Umwelttechnik

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Unsere Erde,
ihre Oberfläche besteht zum überwiegendem Teil aus Wasser! Dennoch ist nur ein kleiner Prozentsatz Trinkwasser. Mehr als 97% ist salzig und befindet sich in unseren Weltmeeren. Von den verbleibenden 2,6% Süßwasser ist ein großer Teil, als Polareis gefroren. Nur ca. 0,3% steht uns als Trinkwasser zur Verfügung!
Unter diesem Gesichtspunkt ist es erschreckend wie sorglos wir manchmal
mit dieser kostbaren Ressource umgehen.
Der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch in Haushalten, liegt in Deutschland bei rund 130 Liter Wasser pro Tag. Die verbrauchte Wassermenge setzt sich durchschnittlich aus 3 Liter für Essen und Trinken, aus bis zu 20 Liter für Geschirrspülen und Putzen, aus ca. 10 Liter für die Körperpflege, 40 Liter für die Toilettenspülung, aus 30 bis 40 Liter Duschen und ca. 30 Liter Wasser zum Wäschewaschen zusammen.
Durch neue Geschirrspüler und Waschmaschinen mit Effizienztechnik, kann bis zu 30% der benötigten Wassermenge gespart werden. Auch moderne Brauseköpfe und Spardüsen an Wasserhähnen, können den Wasserverbrauch deutlich reduzieren.
Weitaus weniger Einfluss auf den Wasserverbrauch haben wir, wenn es um die Produktion unserer Nahrung und um unsere Bedarfsgegenstände geht (virtuelles- bzw. latentes Wasser). Der so errechnete pro Kopf Bedarf, liegt bei durchschnittlich 4.000 Liter Wasser pro Tag.
So wird für nur eine Jeans ca. 6.000 Liter und für 1 Liter Bier, rund 300 Liter Wasser (incl. Bewässerung der Pflanzen) benötigt.
Der Endverbraucher hat hier nur durch sein Konsumverhalten, wirklichen Einfluss auf den entstanden Wasserverbrauch. 
Ein weiteres Problem ist die unzureichende Reinigung! Trotz guter Wasserqualität, werden z.B. Medikamentenrückstände aus menschlichen Ausscheidungen, in Kläranlagen nur unzureichend oder gar nicht gefiltert. Davon sind Fische aus Seen, Flüssen und Bächen unmittelbar und der Mensch, meist erst mittelbar betroffen. Biologen sehen z.B. wegen des hohen Hormongehalts im Wasser, bei Fischen immer öfter Veränderungen der Geschlechtsorgane. Langsichtig ist so eine Gefährdung der heimischen Fischarten wahrscheinlich. Abhilfe würde hierfür eine Ozonbehandlung des Wassers oder auch ein Membranfiltersystem schaffen.