Wendepunkt
Institut für Energie
und Umwelttechnik

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Feinstaubfilter in Kamin- und Kachelöfen.

Das Heizen mit Holz, Hackschnitzel und Pellet wird immer beliebter. Im Vergleich der Brennstoffe ist Holz zu fast einem Drittel billiger als Öl oder Gas. Da das Holz in der Wachstumsphase CO2 aus der Atmosphäre bindet, gilt es als CO2 neutral. Um Brennholz klimagünstig und mit hoher Heizleistung zu verbrennen, muß Brennholz ausreichend trocken sein. Je nach Holzart und Stammfeuchte, wird Brennholz meist zwei Jahre auf ca. 20% Feuchte getrocknet. Um die gestiegene Nachfrage nach preisgünstigen Brennholz zu befriedigen, wird immer öfter frisch geschlagenes Brennholz in Trockenkammern, auf die gewünschte Restfeuchte getrocknet. Bei nicht heimischen Hölzern fallen zusätzlich noch längere Transportwege an.
Um die Klimabilanz nicht nachteilig zu beeinflussen muß die Holzindustrie noch deutlich nachbessern. Mehr Verwendung heimischer Hölzer und die Trocknung mit regenativer Energien, ist ein deutlicher Schritt in diese Richtung.
Im Vergleich dazu sind Ofenbauer durch die
Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) ab Jahreswechsel 09/10 an die Feinstaubminderung gebunden. Die bisherigen Emissionen an gesundheitsschädlichen Feinstäuben, also inhalierbaren Staubteilchen, aus Holzfeuerungsanlagen in Haushalten und im Kleingewerbe ist laut Umweltbundesamt, beinahe so hoch wie die des Straßenverkehrs.
Feinstäube entstehen bei Kaminöfen vor allem aus unvollständiger und schlechter Verbrennung. Besonders offene Kamine sind Staubschleudern. Zudem heizen sie kaum, weil die Wärme durch den Schornstein rauscht. Der Betrieb offener Kamine ist deshalb auch gesetzlich eingeschränkt. Wie viel Feinstaub ausgestoßen wird und von welcher Gefährlichkeit dieser ist, hängt von vielen Faktoren ab.
Die Holzqualität, der Brennraum und die Befeuerungstechnik spielen hierbei eine wichtige Rolle. Auch das Alter und die Art des Ofens haben deutlichen Einfluss. So haben z.B. Pelletöfen eine deutlich geringe Feinstaubemissionen. Einige dieser Öfen und Kessel sind sogar mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" ausgezeichnet.
Kamin- und Kachelöfen hingegen können bei schlechter Verbrennung bis zu 5.000 Milligramm pro Kubikmeter Feinstaub ausstoßen. Bei einer guten Verbrennung sind dies lediglich 20 Milligramm.

Was kann man selbst tun, um den Feinstaub des Ofens zu reduzieren?
Durch eine schlechte Verbrennung erhöht sich der CO2 Ausstoß durch den Schornstein erheblich. So ist die Qualität der Feuerstelle, des Holzes und das korrekte Betreibens des Ofens entscheidend, um eine gute Holzverbrennung zu gewährleisten.
Ein sichtbares Zeichen für schlechte Verbrennung ist z.B. ein verrußtes Sichtfenster.
Bei einer guten und sauberen Verbrennung ist die Sichtscheibe deutlich klarer.
Durch falsches Beheizen und durch ein Brennmaterial Mix, erhöht sich die Feinstaubemissionen deutlich. Zuviel Holz im Brennraum und das reduzieren der Zu- bzw. der Abluft, fördern die Ruß-, Qualm- und Feinstaubbildung um ein vielfaches.
Auch wenn Kamine und Kachelöfen keine Müllverbrennungsanlagen sind, so werden sie leider oft dafür verwendet. Das kann langfristig den Ofen und den Schornstein schaden. Behandelte, lackierte und furnierte Hölzer sind genau wie Pressspanplatten, nicht zum Verbrennen im privaten Ofen geeignet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
http://www.bmu.de/luftreinhaltung/doc/40075.php