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Raubbau von begrenzten Bodenschätzen im pazifischen Raum
Schon in der Kolonialzeit wurden die Bodenschätze der pazifischen Inseln, ohne
Rücksicht geplündert. Oft waren die Erträge schon nach wenigen Jahren erschöpft
und karge Mondlandschaften entstanden. Aus Kostengründen sind auch heute noch
Renaturierungen selten. Gerne wird Raubbau mit Wohlstand für alle und vor allem
für die Region begründet, doch allzu oft gehen nur wenige als Gewinner aber ein
Großteil als Verlierer daraus hervor. Immer wieder können sich wenige nach
Kolonialherrenart die Taschen füllen und hinterlassen für Jahrzehnte einen
Scherbenhaufen, der entweder gar nicht oder durch die Allgemeinheit saniert
werden muß.
Ein abgebauter Rohstoff ist der versteinerte und phosphatreiche Vogelkot Guano.
Langezeit war dieser ein wichtiger und begehrter Düngemittelzusatz. Entstehen
konnte Guano nur durch große Vogelschwärme, die sich von Pazifikfischen
ernährten. Die kalten Ströme des Pazifiks, sorgten für einen großen
Fischreichtum und somit für die Nahrungsquelle der dort lebenden Vögel. Durch
die stetige Erwärmung der Ozeane und dessen Überfischung, ist das
Nahrungsangebot für Vögel, deutlich reduziert. Wodurch die Vogelvielfalt im
Pazifikraum, Jahr für Jahr weniger wurde. Somit ist die natürliche Guanoproduktion
fast gänzlich versiegt und es ist abzusehen, wann die letzte Schaufelfüllung
auf das letzte Transportschiff geschaufelt wird.
Ein möglicher Rohstoff der Zukunft ist das auf dem Meeresboden liegende
Methanhydrat. Um sich den Rohstoff zu erschießen, wird schon heute mehr Geld
für Forschung und Schürfrechte aufgewendet, als für die Erforschung der Tiefsee
an sich. Um das grüne Gewissen zu beruhigen, sollen Unternehmen neben der
Abbaufläche Unterwassernaturschutzausgleichsflächen erwerben. Zurecht äußern
Kritiker ihre Bedenken eine Unterwasserwelt nachhaltig zu zerstören, die noch
nicht einmal ausreichend erforscht wurde. Auch Befürworter beklagen die
derzeitige Informationsarmut über Meeresboden und Tiefsee. Ein weiterer
wichtiger Faktor sind die Kontinentalplatten und Vulkane die gerade im Pazifik
hoch aktiv sind. Hier müssen sich Forscher und Energieunternehmen fragen
lassen, in wieweit andere Methanquellen nicht einfacher und mit weniger Risiken
genutzt werden können.
Landwirtschaftliche Nebenprodukte werden zunehmend in kleinen Kraftwerken,
durch Vergärung zu Methangas. Ebenso findet man immer öfter, Faultürme an
Kläranlagen. Des weiteren kann Methan an Kompostanlagen und bei der
Mühlverarbeitung, entstehen und gewonnen werden. Methan kann wie Erdgas in den
Haushalten zur Wärmegewinnung oder Vorort zu Strom verarbeitet werden.
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