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Seit dem 1 September 2009 dürfen innerhalb der EU keine
100 Watt Glühlampen (Glühbirnen) mehr produziert werden und die Regale der
Einzelhändler werden sich nach und nach leeren. 75, 60 und 40 Watt Lampen haben
noch eine gestaffelte Schonfrist. Doch 2012 ist die Glühbirne endgültig
Geschichte.
Die Ablösung, durch die Energiesparlampe ist sehr umstritten. Anfängliche
Kinderkrankheiten werden nach und nach von den Herstellern abgearbeitet. So
wurde der Blaufarbanteil, der das Kaltlichtempfinden fördert verringert und mit
warmem Gelblicht angereichert. Die langen Anlaufphasen beim Anschalten wurden
deutlich verkürzt, wodurch die Energiesparlampe schneller ihre Leuchtkraft
erreicht.
Dennoch gibt es weiterhin Kritikpunkte!
Der Glühfaden, wie wir ihn aus der Glühlampe kennen, ist in der
Energiesparlampe durch Quecksilber ersetzt. Dieser Anteil ist zwar deutlich
geringer als in alten Quecksilberthermometern, jedoch ist bei einer
Beschädigung der Lampe, die Wahrscheinlichkeit einer Gesundheitsgefährdung
genauso groß.
Hierzu sollte folgendes beachtet werden:
Energiesparlampen sind immer Sondermüll! Derzeit müssen defekte
Energiesparlampen am Wertstoffhof abgegeben werden. Zukünftig ist zusätzlich
die Rückgabe beim Einzelhändler geplant.
Beschädigte Energiesparlampen sollen immer in geschlossene Behältern entsorgt
werden. Hierfür sind Einwegschraubgläser besonders geeignet.
Quecksilber kann über die Haut und durch die Atmung in den Körper gelangen.
Darum sollten die Räume, in denen eine Energiesparlampe zerbrach, ca. 12
Stunden vollständig gelüftet werden. Hierzu empfiehlt es sich, die Türen zu
anderen Räumen, schnell zu schließen und die Fenster vollständig zu öffnen
(nicht nur auf Kipp).
Falls verfügbar, sollten Sie mit Feinstaubmaske und Einweghandschuhen die zerbrochenen
Reste der Energiesparlampe, mit Besen und Schaufel zusammenkehren und
entsorgen.
Elektrosmog Empfindliche und Menschen mit Schlafstörungen oder der Neigung zu
Kopfschmerzen, sollten im Schlafzimmer, am Schreibtisch und im Essbereich,
Energiesparlampen durch LED oder auch Halogenleuchten ersetzen.
Das elektrische Störfeld von Glüh-, LED- und Halogenlampen ist in den Bereichen
von 20cm bis 1m messbar. Der Störfeldbereich einer Energiesparlampe liegt im
Vergleich dazu bei ca. 2m.
Vergleich:
- Eine 100 Watt (W) Glühlampe verbraucht in 10 Stunden, 1Kilowatt (KW).
- Eine 20W Halogenlampe verbraucht in 50 Stunden, 1KW.
- Eine 20W Neonröhre verbraucht ebenfalls erst nach 50 Stunden, 1KW.
- Eine 10W Energiesparlampe verbraucht in 100 Stunden, 1KW.
- Eine 1W LED-Lampe verbraucht in 1000 Stunden, 1KW.
Durchschnittlich werden Lampen ca. 3 Stunden täglich eingeschaltet. Das ergibt
bei ca. 15 Cent pro KW folgende Jahreskosten:
100W Glühlampe = ca. 16,50 Euro
20W Halogenlampe bzw. Neonröhre = ca. 3,50 Euro
10W Energiesparlampe = ca. 1,75 Euro
1W LED-Lampe = ca. 0,20 Euro
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