Wendepunkt
Institut für Energie
und Umwelttechnik

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Lehm ist einer der ältesten und vielseitigsten Baustoffe.
Weltweit wurde Lehm zum Bauen genutzt.
Z.B. von Kanada bis Mexiko wurden Lehmbauten errichtet und sind bis heute teilweise noch erhalten.
Ganze Städte wurden mit sonnengetrockneten Lehmsteinen gebaut. Solche Städte aus Lehm, wie man sie z.B. in Nordafrika fand, sind schon seit Jahren Weltkulturerbe.
Das Lehm hart und stabil sein kann, wurde durch die Chinesen eindrucksvoll bewiesen. Um sich vor plündernden Reitervölker zu schützen, bauten sie die längste Mauer der Welt aus Stampflehm. Erst viel später wurde sie zum Teil durch Ziegel ersetzt. Vorbilder für das Bauen mit Lehm, finden wir viele in der Natur.
So bauen viele Vögel sogenannte Adobenester, an Zweigen von Bäumen und Büschen. Kugelförmige Gebilde, die an futuristische Luftblasen erinnern. Selbst Insekten, wie Wespen und Termiten, nutzen Lehm als Baustoff.
Durch die Beimischung von Zuschlagstoffen wie Speichel und Grashalme werden ihre Bauwerke wetterfest und klimaregulierend. Ohne Klimaanlage und Heizung, herrscht Tag und Nacht, Sommer wie Winter, eine nur gering schwankende Temperatur.