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Stroh ist der getrocknete Halm von gedroschenem
Getreide, das jedes Jahr nachwächst. Zur Verarbeitung eignet sich Weizen-,
Dinkel- oder Roggenstroh. Da Stroh keinerlei chemische Ausrüstung erfährt, kann
es nach z.B. Abriss des Gebäudes problemlos kompostiert oder thermisch
verwertet werden. Stroh wird überwiegend als Zuschlag in Lehmprodukten
verwendet. So kann mit Stroh und Stampflehm der Lehmputz hergestellt werden.
Eine neue Variante ist das Strohballenhaus. Als statisches Tragegerüst wird
eine Holzständerkonstruktion gestellt und die Strohballen zwischen den Ständern
gestapelt. Damit Stroh als Baustoff Verwendung findet, muß der Strohballen eine
Dichte von 90 bis 110 kg/m³ aufweisen. Der Feuchtegehalt des Ballen darf 15 %
nicht überschreiten. Denn nur so ist das Stroh sicher vor Schädlings- und
Schimmelbefall geschützt. Auch hier ist keinerlei chemische Behandlung des
Strohs notwendig. Meist wird im Außenbereich ein mineralischer- und im Innenbereich
ein Lehmputz aufgezogen. Die Wärmeleitgruppe beträgt 050 und die
Brandschutzklasse B2.
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