Wendepunkt
Institut für Energie
und Umwelttechnik

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Schilfrohr wächst als Uferpflanze an vielen Binnenseen und Flussufern Mitteleuropas.
Aufgrund seines hohen Siliziumgehaltes ist Schilf im trockenen Zustand resistent gegen Pilze und Schädlinge sowie Fäulnis. Das Schilfrohr wird kurz über der Wasseroberfläche geschnitten.
Dies ist notwendig, um Raum für neue Triebe zu schaffen. Das Schilfrohr wird nach der Trocknung, ohne weitere Zusätze mit verzinktem Draht gebunden.
Die aneinander gebundenen einzelne Halme, sind nun als Schilfmatte der ideale Putzträger. In den letzten Jahren erlebte Schilf eine neue Bedeutung als Dämmmaterial im Ökobau. Hierzu werden Matten in handliche Platten, verschiedener stärken hergestellt.
Diese werden mit Tellerdübeln am Holzständer oder direkt auf das Mauerwerk aufgebracht. Auf die Schilfplatten lässt sich nun z.B. problemlos eine Wandheizung oder die Elektrik aufbringen. Um Risse im Putz zu vermeiden wird nochmals die einlagige Matte übergespannt und z.B. mit Lehm eingeputzt.
Die Wärmeleitgruppe von Schilf liegt ca. bei 050 und die Brandschutzklasse ist B2. Schilfplatten lassen sich am besten mit einer Säge schneiden.