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In Altbauten kann man sie
vereinzelt noch finden, die Einfachverglasung. Sie
diente als einfachster Wetterschutz, ganz ohne Dämmwirkung. Der U-Wert der
Einfachverglasung betrug ca. 5,5 W/(m²K). Somit errechnet sich ein
durchschnittlicher Wärmeverlust von 35 bis 40 Ltr. Heizöl pro Fenster und Jahr.
Um Energie zu sparen konnte man in einigen Häuser im Winter ein zweites Fenster
einhängen. Besser ausgestattete Häuser hatten ein Zweitfenster in ca. 10 bis 15
cm Abstand, fest eingebaut. Die Zwischenfläche wurde im Winter oft als
natürlicher Kühlschrank genutzt. Diese sogenannten Kastenfenster wurden, wegen
des besseren Schallschutzes meist nur in Stadtwohnungen eingebaut. Der
Wärmeverlust konnte so auf ca. 2,5 W/(m2K) gesengt werden. Dieser
Fenstertyp
wurde abgelöst durch ein damalig modernes Zweischeibenfenster, welches sich zum
Putzen mittels Schlüssel geöffnet wurde. Erst durch die Bedampfung der
Glasscheiben mit einer dünnen Schicht Silber und Gasfüllung zwischen beiden
Glasscheiben, reduzierte sich der U-Wert deutlich. Der neueste
Wärmeschutzstandart ist die Dreifachverglasung mit einem durchschnittlichen
U-Wert von ca. 0,65 W/(m²K).
Um nach der Sanierung mit neuen Fenster, keine unangenehme Überraschung zu
erleben, sollten Sie im Vorfeld folgendes beachten:
Bei alten und undichten Fenstern findet ein permanenter Luftaustausch zwischen
Raum- und Außenluft statt, der durch den Einbau neuer und dichter Fenster
wegfällt. Durch schlechte Wanddämmung und geringe Lüftung kann dies zu
Feuchteschäden und Schimmelbildung an den Außenwänden führen. Darum sollte beim
Einbau neuer Fenster die Außenwanddämmung
abgestimmt sein.
Der Einbau eines Lüftungssystems ist ebenfalls sinnvoll.
Zusätzlich sollte der Fenster U-Wert nicht kleiner als der Außenwand U-Wert
sein.
Fensterrahmen mit hohem Wärmeschutz im Überblick:
Fenster mit
Kunststoff- oder Alurahmen sind relativ preisgünstig und nahezu wartungsfrei.
Rahmen aus Holz gelten als besonders wohnlich und haben mit die besten
Wärmedämmeigenschaften. Allerdings müssen sie regelmäßig gestrichen werden. Bei
fachgerechter Behandlung haben sie aber eine hohe Haltbarkeit.
Einfachprofilrahmen aus Alu bzw. Kunststoff sind nicht mehr zeitgemäß und
sollten durch Mehrverbundrahmen mit hohem Dämmwert ersetzt werden. So dient
z.B. Aluminium oder Kunststoff oft als wetterfeste Außenschale. Innseitig
bietet u.a. Holz, eine wohnliche Atmosphäre. Passivhausfenster sind eine konstruktive
Weiterentwicklung. Der Kern des Rahmens wird mit Verbundwerkstoffen wie z.B.
PU-Schaum oder Kork gedämmt. So ist der Wärmeverluste gegenüber herkömmlicher Fensterrahmen
deutlich geringer.
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